VERTEBRALSYNDROM
chronisches Vertebral-Syndrom
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Modifizierter und aktualisierter Beitrag aus dem Buch "Ambulante und stationäre Therapie chronischer Schmerzen", herausgegeben von R. Le eser, ärztl. Dir. der Bad Mergentheimer Schmerzkliniken. Enke Verlag Stuttgart (Nov. 1995, 2. Auflage), ISBN 3-432-9932-1 * (Beurteilung im Deutschen Ärzteblatt, Heft 27, 5.7.1996: Ausgereiftes Handbuch der Schmerztherapie mit einem vorzüglichen pharmakologischen Überblick).
Manche (wenige) Autoren schreiben den Begriff "Vertebralsyndrom" auch mit Bindestrich (Vertebral-Syndrom).
Das Vertebralsyndrom (W S-Syndrom) oder auch Wirbelsäulensyndrom genannt, ist ein Sammelbegriff für von der Wirbelsäule ausgehende oder den Wirbelsäule nbereich betreffende Beschwerden.
Ein Vertebralsyndrom kann auf die Schädigungsregion (Bewegungssegment) beschränkt bleiben und/oder in das Versorgungsgebiet eines irritierten oder geschädigten Nerv en (pseudoradikuläre oder radikuläre Syndrome) ausstrahlen. Diffuse, in die Peripherie (= in den äußeren Körperbereich) projizierte Schmerzen ohne fassbare Nervenstörung, begleitet von Krankheitszeichen, die dem vegetativen, unwillkürlichen Nervensystem zuzuordnen sind (z.B. örtlich vermehrte Schweißbildung), sprechen für die Funktionsstörung des Grenzstranges (= vegetative Nerven strukturen beiderseits der Wirbelsäul e) (Syndrom des sympathischen Grenzstranges, Thoden 1989).
Ursachen für ein Vertebralsyndrom:
| 1. Vertebragen (= wirbelsäulenbedingt) : |
| Degenerative Veränderungen (= durch Abnutzung hervorgerufen) |
| - Bandscheibenschäden (Bandscheibenvorwölbung, Bandscheibenvorfall), Osteochondrose |
| - Rückenschmerzen bei ligamentärer Insuffizienz (= Funktionsstörung von Haltebändern) |
| - Rücken schmerzen bei Störung der gelenkigen Wirbelverbindungen |
| - knöcherne Veränderungen (Randzacken, Knochen wulste usw.) |
| Missbildungen |
| - angeborene (z.B. Spina bifida, Blockwirbel, Keilwirbel) |
| - Rüc kenschmerzen bei Wachstumsstörung (z.B. Skoliose, Morbus Scheuermann) |
| Entzündliche Erkrankungen |
| - Rheuma tischer Formenkreis (z.B. Polymyalgia, Morbus Bechterew) |
| - Rüc kenschmerzen bei Infektionserkrankungen (Spondylitis z.B. durch Tbc, |
| Staphylokokken, M. Bang) |
| Generalisierte Skeletterkrankungen |
| - (z.B. Osteoporose, Osteomalazie) |
| Tumoren der Wir belsäule |
| - Rüc kenschmerzen bei Primärtumoren (hauptsächlich Plasmozytom) |
| - Rücken schmerzen bei Metastasen |
| Traumen (= Verletzungen) (bei Frakturen, Schleudertrauma der HW S) |
| Defekte, nicht verletzungsbedingte (z.B. Spondylolyse |
| und Spondylolisthesis) |
| 2. Neurologische Erkrankungen: |
| (z.B. Polyradikulitis, Rückenmarkstumoren, |
| Syringomyelie, Tabes dorsalis |
| 3.
Referred pain (Übertragungsschmerz): |
| Halswir belsäule: sog. viszera le Übertragungsschmerzen bei |
| Erkrankung innerer Organe: Leber, Gallenblase, Ma gen, |
| Milz, Dickdarm, Herz u. Affektionen des Schultergelenkes |
| Brustwirbelsäule: Schmerzprojektion bei Erkrankung der |
| Speiseröhre, der Pleura, und bei Aortenaneurysma |
| Lendenwirbelsäule: Schmerz projektion bei gynäkologischen |
| und urologischen Erkrankungen |
| 4. Myofasziales Syndrom |
| (= Von Muskeln und deren Gewebsumhüllung sowie Sehnen ausgehende Rückenschmerzen) |
D
ie mit Abstand häufigste Ursache für ein (chronisches) Vertebralsyndrom sind Störungen im Bereich der gelenkigen Wirbelverbindungen, die sog. "Wirbelblockierungen".Ein
Vertebralsyndrom kann alle Abschnitte der Wirbelsäule betreffen.1)
Vertebral-Syndrom im Bereich der Halswirbelsäu leIn der Regel klagen die
Patienten über Schmerzen im Nacken, die in die Schultern, manchmal bis in die
Arme
und/oder auch in den
Hinterkopf
(z.T. bis zur
Stirn) ausstrahlen können. Meist
ist die
Muskulatur neben der Wirbelsäu le verhärtet, häufig verbunden mit einer
schmerzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit. Vielfach besteht auch
Klopfschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der Halswirbelsäu le.
Zum
Ausschluß eines die Ner venwurzeln betreffendes Krankheitsgeschehens (radikulären
Symptomatik), bedarf es immer einer fachlichen Abklärung (Neurologie,
Radiologie).
Heftigste
Schmerz
Vertebralsyndrom
der oberen HW
S
(oberes
Zervikalsyndrom):
Die typischen
Krankheitszeichen sind in der Literatur unterschiedlich dargestellt (Kügelgen
et Hillemacher 1989, Kocher et al. 1980, Dahmen
et al. 1985). Gemeinsames Merkmal sind
N
ackenschmerzen mit Schmerzausstrahlung nach oben in den
Kop
f, da sich die
Störungen überwiegend auf die
Nerv
enwurzel des 2. Halswirbels
konzentrieren.
Die
Schmerzeinstrahlung in den Hinterkop
f, teilweise auch bis zur Stirnregion
ziehend, führt häufig zur Diagnose eines zervikogenen oder vertebragenen
(= wirbelsäulenbedingten)
Kopfschmerzes.
Inwieweit die HW
S-spezifische "Unkovertebralarthrose"
(= Erkrankung des „Halbgelenks“ zwischen zwei
Wirbelkörpern)
über eine Einengung
der Wirbelsäulenschlagader (A. vertebralis) im Foramen intervertebrale
(= Zwischenwirbelloch)
ein zervikozephales
(= Hals und Kop
f betreffendes) Krankheitsbild
verursachen kann, ist noch nicht endgültig geklärt.
Vertebralsyndrom
Vertebralsyndrom
der unteren HW
S.
Da die
Ner
venwurzeln
des 6. bis 8. Halswirbels und des 1. Brustwirbels betroffen sind, können
Beschwerden bis in den Kleinfinger ausstrahlen. Meist wird dieser Schmerzzustand
mit „Zervikobrachialgie"
bezeichnet, obwohl streng genommen
das
Zervikobrachialsyndrom mit einer radikulären Symptomatik
(= Krankheitszeichen infolge einer Ner
venstörung, -schädigung)
einhergeht (Debrunner 1988).
Die pseudoradikuläre
(= auf eine scheinbare
Nervenschädigung zurückzuführende)
Ausstrahlung in die
Arme fällt noch unter den Begriff "Zervikal-Syndrom".
2) Vertebral-Syndrom im Bereich der Brustwirbelsäu
le
Das
Brustwirbelsäulen-(BW S-) Syndrom ist ein Sammelbegriff für Schmerzen,
die von der Brustwirbelsäu le ausgehen oder den Brustwirbelsäulenbereich
betreffen.
Von den Abschnitten der Wirbelsäu le ist die
BW S hinsichtlich
chronischer Schmerzen prozentual am wenigsten betroffen. Statisch-dynamische
Faktoren spielen hier eine untergeordnete Rolle, es dominieren reflektorische
(= von einem anderen erkrankten Organ ausgehende, reflexartige)
Störungen, hauptsächlich im myofaszialen
(=
Muskeln und deren Gewebsumhüllung
betreffenden)
System. Nicht selten sind auch
Interkostalner ven
(= Zwischenrippenner ven)
im Sinne einer pseudoradikulären Symptomatik
(= Krankheitszeichen, die von einer scheinbar
gestörten Nerv enwurzel ausgehen) beteiligt. Eine
radikuläre Symptomatik
(= Krankheitszeichen, die von einer tatsächlich
gestörten Nerv enwurzel ausgehen) kann leicht übersehen werden, da z.B. bei motorischen
(= die Muskelfunktion betreffenden)
Ausfällen kaum eine körperliche Beeinträchtigung eintritt, es sei denn, es sind
mehrere Interkostalner ven
(= Zwischenrippenner ven)
betroffen, was dann zu einer Störung der Lungenfunktion führen kann.
Der
Schmerzcharakter im Bereich der Brustwirbelsäu le wird von den Patienten meist
mit dumpf und drückend angegeben. In der Regel ist die Mus kulatur neben der Wirbelsäu le verhärtet und druckschmerzhaft. Oft besteht auch
Klopfschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der Wirbelkörper.
Relativ häufig tritt ein Vertebral-Syndrom im Rahmen von Wachstumsstörungen auf (z.B.
Scheuermann Erkrankung,
Skoliose), begünstigt durch die damit verbundene
Fehlhaltung.
Das
BWS-Syndrom kann auch Folge von zusammengebrochenen Wirbeln
aufgrund einer
Osteoporose sein. Nicht selten stellt sich ein
BW S-Syndrom
auch nach einem unfallbedingten Wirbelbruch ein.
Vi szerale (= die
Eingewei de
betreffende)
Übertragungsschmerzen (Referred
pain) sind stets in die
differentialdiagnostischen Erwägungen
(= Überlegungen, welche Krankheiten noch in Frage kommen können)
mit einzubeziehen. Störungen bzw. Krankheiten von Herz und Bauchspeicheldrüse
führen oft zu Beschwerden zwischen den Schulterblättern. Auch Erkrankungen der
Speiseröhre, Pleura
(= Brustfell)
und Fehlbildungen der Brustaorta
(= Brustschlagader)
können zu Beschwerden in der BW S-Region führen.
Bei Störung der Nerv enwurzel des 1. Brustwirbels kann sich ein Horner-Syndrom
(= Augenlidsenkung, Verengung der
Pupille, Zurücksinken des Augapfels)
ausbilden (Thoden 1987).
3) Vertebral-Syndrom im Bereich der Lendenwirbelsäu le
Das
Lendenwirbelsäulensyndrom
(LWS-Syndrom) ist ein Sammelbegriff für Schmerzen, die aufgrund degenerativer
(= abnutzungsbedingter)
Wirbelsäulenveränderungen oder statisch-muskulär bedingter Störungen von der
Lendenwirbelsäu le ausgehen oder den Lendenwirbelsäulenbereich betreffen.
Die Lendenwirbelsäu le ist großen statisch-dynamischen Belastungen ausgesetzt,
weshalb hauptsächlich dieser Wirbelsäulenabschnitt von
Schmerzsyndrome
n
betroffen ist.
Als Schmerzursache stehen wie bei der Halswir belsäule übermäßige
degenerative
(=
abnutzungsbedingte) Veränderungen
im Vordergrund, wobei der Bandscheibe eine Schlüsselrolle zufällt. Der
Wassergehalt des Gallertkernes der Bandscheibe nimmt im Laufe der Zeit ab und
damit die Elastizität, wodurch die Beweglichkeit beeinträchtigt wird. Der
Faserring verliert allmählich seine Haltefunktion, wird rissig und teilweise für
die Gallertmasse durchlässig. Bereits in dieser Phase sind
Bandscheibenvorfälle
möglich. Das Bewegungssegment wird durch diese
Bandscheibenveränderungen nunmehr
instabil, wodurch die Funktionsbewegungen beeinträchtigt werden. Die Wirbelkörper
können sich dann gegeneinander verschieben, worunter die kleinen Wir belgelenke besonders leiden und schließlich mit arthrotischen
(= krankhaften)
Veränderungen reagieren (Spondylarthrosen). Mit zunehmender
Bandscheibendegeneration
(=
Bandscheibenabnutzung) nähern sich
die Wirbelkörper einander und reagieren mit Randzackenbildung (Spondylose) und Sklerosierung
(= krankhafte Verhärtung)
der Deckplatten (Osteochondrosen).
Allmählich kommt es zu einer Versteifung, die
an sich der Entstehung von Rüc kenschmerzen entgegen wirkt ("wohltuende
Versteifung im Alter").
Jede Phase dieser fortschreitenden Degeneration kann im
Bewegungssegment Rüc kenschmerzen verursachen, die auch mit pseudoradikulärer
oder gar radikulärer Symptomatik
(= Krankheitszeichen die auf eine scheinbar oder
tatsächlich geschädigte Nerv enwurzel zurückzuführen sind)
einhergehen können. Verschleißprozesse, die über die normale,
altersentsprechende Abnutzung hinausgehen, können auch zu einer Verengung des
Spinalkanals (Spinalkanalstenose) führen und in den betroffenen Segmenten ein
Vertebralsyndrom
hervorrufen, bei entsprechendem Ausmaß treten weitere Beschwerden hinzu ((pseudoradikuläre,
radikuläre Ausstrahlungen in die
Beine,
Claudicatio spinalis (= Funktionsbeeinträchtigung der Be ine aufgrund einer
Durchblutungsstörung im
Rücken
mark).
Die kleinen Wirbelgelen ke, die wegen ihrer dachziegelartigen Anordnung auch
Facettengelenke genannt werden, können auch isoliert, also unabhängig vom
Einfluß der Bandscheibendegeneration arthrotische Veränderungen erfahren und
dann ebenfalls schmerzhafte Blockierungen des Bewegungssegmentes hervorrufen.
Auch im Bereich der Foramina intervertebralia
(= Zwischenwirbellöcher)
können isolierte Störungen auftreten, die die zugehörigen Ner venwurzeln
irritieren oder gar schädigen und dann zu einem
Vertebralsyndrom
führen. Ein
Bandscheibenvorfall
erfolgt meist dorsolateral
(= seitlich und nach hinten)
und kann schon bei geringem Ausmaß das Bewegungssegment blockieren. In der
dorsolateralen Region kann aber auch die Nerv enwurzel direkt tangiert bzw.
eingeklemmt werden und ausstrahlende Krankheitszeichen bewirken.
90% aller
Bandscheibenvorfälle
finden in den Etagen L4/L5 und L5/S1 statt (Sehhati-Chafei
1988). Diese bevorzugte Lokalisation führt dazu,
daß häufig die Diagnose "Lumboischialgie" gestellt wird, da die oberen
Anteile des Plexus ischiadicus
(=
Nervengeflecht aus dem der Ischiasnerv entstammt)
bzw. Plexus sacralis
(= Nervengeflecht
im Bereich des Kreuzbeins) den
Ner venwurzeln L4 und L5 entstammen.
Patienten mit einem Vertebral-Syndrom
nach
Bandscheibenoperation sind bezüglich einer
Schmerzbehandlung sehr
problematisch. Erfahrungsgemäß nimmt die Problematik mit jeder weiteren
Operation sogar noch zu. Der oben beschriebene typische Ablauf des
Abnutzungsprozesses macht deutlich, daß auch mit einer Operation die eigentliche
Schmerzursache ja nicht behoben werden kann, im Gegenteil, es besteht sogar die
Gefahr, daß der degenerative Prozeß noch beschleunigt wird. Mit jeder Operation
nimmt die Tendenz zur Instabilität zu, abgesehen von den zusätzlichen iatrogenen
(= durch die Operation verursachten)
Gewebsschädigungen.
Nicht selten sehen wir Patienten, bei denen nach mehrfachen Ba ndscheiben-Operationen wegen Instabilität eine
Spondylodese
(= operative Wirbelsäulenversteifung)
durchgeführt werden mußte. Leider ist auch nach einer solchen, teilweisen
Wirbelsäulenversteifung ein Großteil der Patienten nicht beschwerdefrei. Es ist
daher zu begrüßen, daß die Indikation
(= Anzeige) zur Bandscheibenoperation
in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden ist.
Als Grund für eine Operation ist das Krankheitszeichen "Rückenschmerz" oder „Kreuzschmerz“
in den Hintergrund getreten. Als relative Indikation
(= Anzeige) gelten allenfalls
unerträgliche, therapieresistente
(=
nichts hilft)
Rückenschmerzen.
Beim
sog. Cauda-Syndrom
(= Rückenmarkschädigung mit Lähmung der Beine), ebenso bei motorischen Defiziten
(= Beeinträchtigungen der Muskelfunktion),
die unter konservativer Therapie
(=
Behandlung ohne Operation) bestehen
bleiben oder gar zunehmen, muß operiert werden, um eine Entlastung
herbeizuführen.
Segmentale Rüc kenschmerzen mit und ohne Schmerzausstrahlungen,
können auch von den Mus keln neben der Wirbelsäu le selbst und/oder den
zugehörigen Sehnen ausgehen (myofasziales
Syndrom). Über den segmentalen
Reflexbogen kann auch die benachbarte Seite mit einbezogen werden, so daß das
Bild eines vertebragenen
(= von der Wirbelsäul e ausgehenden)
Rückenschmerzes vorgetäuscht wird.
Häufig hat ein
Vertebralsyndrom auch seinen Ursprung in den
Iliosakralgelenk
en
(= gelenkartige Verbindung zwischen
Darm- und
Kreuzbein) (die sog. Iliosakralgie). Meist liegen funktionelle Störungen vor, die betroffenen
Patienten klagen besonders bei Rumpfbeugung, verbunden mit Drehung, über
Schmerzen im lumbosakralen Übergangsbereich
(= unterer Lendenwirbelsäulen- und oberer Kreuzbeinbereich),
aber auch typischerweise über Schmerzen im Bereich der Spina iliaca posterior
superior
(= hinterer oberer
Darmbeinstachel) mit unspezifischen
Ausstrahlungen in die Be ine (Gesä ß, hinterer und seitlicher Oberschen kel bis
zur W ade und
evtl. Fe rse).
Neurologische Ausfälle
(=
Nervenstörungen)
bestehen nicht. Häufiger kommen diese Patienten mit der (falschen) Diagnose „Ischiolumbalgie“.
Auch ein sog. Beckenringsyndrom kann mit einem Vertebralsyndrom einhergehen.
Die Sakralgie bezeichnet Schmerzen in der Kreuzbeingegend, z.B. infolge Kompression (= Einklemmung) der Nervi clunium recurrentes in den Kreuzbeinlöchern, bei Sakralisation (= Verschmelzung des 5 Lendenwirbels mit dem Kreuzbein), häufig mit einer Erkrankung der Iliosakralgelenk e einhergehend.
Grobe
Hinweise auf die Art der Schädigung liefern die Abfrage der Vorgeschichte und
Beschwerdebild.
Wird ein Vertebralsyndrom bei Beanspruchung der
Wirbelsäule
verstärkt oder ausgelöst, so sind die
Bewegungssegmente beteiligt. Rüc kenschmerzen, die von der Wirbelsäulenfunktion unabhängig sind, sprechen mehr
für Störungen im Bereich der Wirbelkörper.
Rüc kenschmerzen, die von
Muskeln und
deren Bindegewebsumhüllung ausgehen (sog. muskuloskelettaler oder myofaszialer
Ursprung) werden durch Wirbelsäulenbelastungen und -bewegungen ebenfalls
verstärkt, unterliegen aber häufig
klimatischen Einflüssen, d.h., sie treten in
der kälteren Jahreszeit bevorzugt auf. Oft berichten die Patienten, sie hätten
sich "verkühlt".
Ein akut auftretendes Vertebralsyndrom im Bereich der Lendenwirbelsäu le ist häufig bandscheibenbedingt,
kann aber auch durch eine akute
Segmentblockierung (hpts. kleine Wirbelgelenke) ausgelöst werden.
Akute
Schmerzen, die mit einer monoradikulären Symptomatik
(= Krankheitszeichen 1 Nerv enwurzel betreffend)
einhergehen, sind sichere Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls, gleiches gilt
für akute Schmerzen im Zusammenhang mit einem Cauda-Syndrom
(= Rückenmarkschädigung mit Lähmung der Beine).
Rüc kenschmerzen beim Husten und Pressen
sind typisch für eine
Nervenwurzelkompression, z.B. infolge einer
Bandscheibenprotrusion oder gar eines
Bandscheibenprolaps
(=
Bandscheibenvorwölbung
oder gar -vorfall).
Rüc kenschmerzen, die bei Erschütterung auftreten, können von einer
Spondylitis
(= En
tzündung an der Wirbelsäul e) verursacht werden.
Rüc kenschmerzen, die bevorzugt nachts und morgens auftreten, weisen auf eine
generalisierte
(= allgemeine)
Wirbelsäulenerkrankung hin, z.B. Morbus
Morbus Bechterew oder
Osteoporose.
Auch auf den
Ort der Schädigung lassen sich bereits aus dem Beschwerdebild Rückschlüsse
ziehen. Schmerzen und Störungen der (Berührungs-) Empfindlichkeit im Bereich
ober- und unterhalb des Leistenbandes weisen auf die Ner venwurzeln L1
(= 1. Segment der Lendenwirbelsäul e)
und L2 hin.
Die L3-Wurzel macht sich am vorderen inneren Oberschenkel bemerkbar.
Die
Meralgia
paraesthetica
(=
Schmerzstörung im Bereich des Nervus cutaneus femoris lateralis,
rumpfnahe an der Außenseite des
Oberschenkel
s) ist
dagegen eine periphere
(= mehr
oberflächliche)
Nervenstörung.
Schmerzen und Störungen der (Berührungs-) Empfindlichkeit vom vorderen inneren
Oberschenkel
bis zur Schienbeinvorderfläche reichend, betreffen die Wurzel L4.
Beschwerden, die von der Außenfläche des Oberschenkels über den äußeren
seitlichen
Unterschenkel zum
Fußrücken und zur Großzehe ziehen, sind L5
zugeordnet, während die S1-Wurzel
(= 1. Nerv enwurzel im Kreuzbeinbereich) für
den hinteren
Oberschenkel, hinteren seitlichen
Unterschenkel, seitlichen Fußrand
und die
Zehen 3-5 verantwortlich ist.
Schmerztherapie beim Vertebralsyndrom:
Grundsätzlich
muß zunächst versucht werden, durch eine geeignete Diagnostik
(= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten) eine für die geklagten
Rüc kenschmerzen ursächliche, spezifische Erkrankung zu entdecken.
Gelingt
dies, so wird diese zunächst kausal
(= entsprechend dem
Krankheitsbild) behandelt.
Wenn dennoch Schmerzen verbleiben oder
keine eindeutige, spezifisch behandelbare Schmerzursache gefunden wurde, so
sind schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt, die oft bei
verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen sind, da sie sich nunmehr nach dem Schmerz
und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten.
Ein länger bestehendes
Vertebralsyndrom
erfordert praktisch immer eine
Kombination von verschiedenen Therapieverfahren.
Medikamentöse
Schmerztherapie beim
Vertebralsyndrom:
Akut und subakut können beim Vertebralsyndrom
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B.
Mobec®.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog.
COX-2
Inhibitoren,
z.B.
Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob
Parecoxib und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal ist aber ein
Vertebralsyndrom
nur
mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®)
(= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch beim Vertebralsyndrom eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Abhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression,
u.a. aber auch
beim Vertebralsyndrom wirksam)
(z.B. Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel
einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
beim Vertebralsyndrom:
Bei anhaltenden Rüc kenschmerzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame
Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die therapeutische
Lokalanästhesie mit einem langwirkenden
örtlichen Betäubungsmittel (z.B.
Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockade n.
Infiltrative Lokalanästhesie (=
Infiltration mit einem örtlichen Betäubungsmittel) beim
Vertebralsyndrom:
Die einfachste diesbezügliche
Therapie besteht in der örtlichen Infiltration der meist verspannten, an die Wirbelsäu le angrenzenden
Mus kulatur. Je nach segmentaler Ausdehnung reichen ca.
5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% völlig aus. Eine weitere Möglichkeit ist die
gezielte Infiltration von Triggerpunkten
(= kleine Reizzonen hpts. in der Mus kulatur)
nach vorheriger Identifizierung derselben.
Wird das Vertebralsyndrom durch abgenutzte,
entzündliche oder irritierte
Inter vertebralgelenke (= kleine
Gelenke zwischen den Wirbeln)
verursacht, sind Infiltrationen der betroffenen kleinen Gelenke
erfolgversprechend. Kortison- Zusatz kann den Heilungsprozeß beschleunigen.
Der
Beweis für ein "Facettensyndrom"
(=
Schmerzstörung im Bereich der kleinen
Wirbelgelenke) als Schmerzursache,
ist letztlich nur durch den Erfolg einer probatorischen
(= zur Sicherung der Diagnose durchgeführten)
Facet ten-Betäubung zu erbringen. Langzeiterfolge durch Thermokoagulation
(= Verkochung / Zerstörung mit
Hochfrequenzstrom) der Facetten sind
bei Rüc kenschmerzen nicht gesichert.
Periphere temporäre
(= oberflächliche, zeitlich begrenzte)
Nervenblockaden:
Zur
Unterbrechung segmentaler Reflexkreise, aber auch zur Therapie von
Schmerzausstrahlungen eignen sich bei Rüc kenschmerzen Blockaden
(= Betäubungen)
der korrespondierenden Ner venwurzeln (= im Schmerzbereich befindliche
Nervenaustrittstellen neben der Wirbelsäul e). Im
Lendenbereich auch
kontinuierlich mit Katheter*.
Schmerzausstrahlungen in Schu lter/Ar m, wie sie
beim mittleren/unteren Vertebral-Syndrom der Halswirbelsäu le in typischer Weise vorkommen, sprechen zufriedenstellend auf die
wiederholte hohe Blockade des Plexus brachialis
(= Betäubung des Armnervengeflechts im seitlichen
Halsbereich) nach Winnie an.
Technisch risikoärmer und oft besser wirksam ist jedoch die
kontinuierliche, retrograd hohe
Plexus
brachialis-Blockade
mit Katheter (*siehe unten).
Periphere
(= oberflächliche) Schmerzprojektionen entlang der Interkosta lnerven
(=
Zwischenrippenner ven)
bei Vorliegen eines BW S-Syndroms sprechen gut auf wiederholte Interkosta lblockaden mit einem
örtlichen Betäubungsmittel an. In hartnäckigen Fällen kann die Blockadefrequenz durch
Implantation eines Katheters (* siehe unten) erhöht werden.
Im Bereich der Be ine
können bei entsprechender radikulärer oder pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung
(= Schmerzen die auf eine tatsächlich oder
scheinbar geschädigte Nerv enwurzel zurückzuführen sind)
der vordere Oberschenkelnerv (N. femoralis) und / oder der Ischiasnerv
wiederholt blockiert werden, in hartnäckigen Fällen mit Katheter (* siehe
unten).
Bei Schmerzausstrahlung in den Bereich des seitlichen und inneren
Oberschenkels gelingt mit der sog. 3-in-1-Variante die zusätzliche Betäubung der
Nerv en obturatorius und cutaneus femoris lateralis, deshalb auch geeignet zur
Behandlung der Meralg ia paraest hetica
(= br ennende Schmerzen an der
Oberschenkelaußenseite).
Eine
Periduralblockade (= rückenmarknahe
Betäubung) im Bereich der
Brus t- oder
Halswirbelsäu le erfordert ein strenge Nutzen-/Risikoanalyse. Die
lumbale Periduralblockade (=
rückenmarknahe Betäubung im Lendenbereich),
insbesondere kontinuierlich mit Katheter*, ist bei
Rüc ken- bzw.
Kreuzschmerzen eine sehr effektive
Therapiemaßnahme, die allerdings nur unter stationären Bedingungen durchgeführt
werden sollte. Bei technischer Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der hygienischen Belange kann das
Risiko bei der Anzeige "Rüc kenschmerzen" als vertretbar eingestuft werden.
Wenn
eine Periduralblockade technisch schwer oder nicht durchführbar ist (z.B. bei
Mißbildungen, Zustand nach operativer Wirbelsäulenversteifung usw.), bietet sich
besonders bei Störungen im Bereich des Plexus sacralis
(= Nervengeflecht im Bereich des Kreuzbeins)
die sog. Kaudalanästhesie (=
rückenmarknahe Betäubung durch einen Kanal im Kreuzbe in hindurch)
an, die auch mit Katheter* möglich ist, sofern dieser wegen der der
Gefahr einer En tzündung
seitlich unter der Haut mittels einer Untertunnelung
weggeführt wird. Erhöht man die Menge des örtlichen Betäubungsmittels (z.B.
20-25ml Bupivacain 0,1 bis 0,15 %) kann auch der obere Lendenbereich erreicht
werden.
Statt mit einem örtlichen Betäubungsmittel können die aufgeführten, rückenmarknahen Blockaden auch mit einer verdünnten Morphin-Lösung durchgeführt
werden, allerdings ist dabei die oft zu beobachtende, über die Behandlungszeit
hinaus anhaltende Wirkung deutlich weniger ausgeprägt.
Bei sehr schweren und
sonst kaum behandelbaren Rüc kenschmerzen kann zur Durchführung rückenmarknaher
Blockaden auch eine kleine Schmerzpumpe unter die Haut gepflanzt werden.
Das Arzneimittelreservoir der Pumpe wird dann in bestimmten Zeitabständen durch
die Haut hindurch mit Hilfe einer Spritze wieder aufgefüllt.
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerv en eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerv en betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche Prozesse entstanden sind, hilfreich ist.
Physikalische Therapie beim
Vertebralsyndrom:
Auch die Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen.
Die transkutane
Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS)
hat den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die
Elektroden werden paarig neben der Wirbelsäu le im Schmerzbereich aufgeklebt.
Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die
Wirkung optimiert werden.
Die elektrische epidurale Rückenmarksstimulation
erfordert eine strenge Patientenauswahl. Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist bei Vertebralsyndrom
die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist. Manche Patienten mit Rüc kenschmerzen
empfinden allerdings lokale
Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können
ebenfalls Rüc kenschmerzen lindern.
Die Verordnung von Massagen ist auch beim Vertebral-Syndrom
nicht sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu unverzichtbar ist beim Vertebralsyndrom aber die
heilgymnastische Therapie (auch
Rückenschule), da meist nur diese geeignet ist, einen
ärztlichen
Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es,
die Mus kulatur neben der Wirbelsäu le zu trainieren, da auf Dauer nur eine
kräftige/suffiziente Mus kulatur eine statische und dynamische Schwäche des
Achsenorgans kompensieren kann.
Besonders bei akuten Blockierungen hat die
manuelle Therapie (Chirotherapie) Bei der Anzeige „Rüc kenschmerzen“
durchaus gute Erfolge aufzuweisen. Bei schmerzhaften degenerativen
(= durch Abnutzung hervorgerufenen)
Veränderungen der Wirbelsäu le wird auch eine Röntgenbestrahlung empfohlen
(Thomalske 1991). Die Magnetfeldtherapie kann
Rückenschmerzen
ebenfalls lindern.
Andere Therapiemaßnahmen beim
Vertebral-Syndrom:
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur nicht unerwähnt bleiben.
Wichtig
sind individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von
übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule). Darüber hinaus ist anzustreben, daß die betroffenen Patienten
Übungen zur Lockerung der Mus kulatur erlernen.
Die Verordnung von Hilfsmitteln
wie z.B. stabilisierende Korsette sollten dem Orthopäden vorbehalten sein.
Hypnoide (=
bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind auch beim Vertebralsyndrom eine
sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie, da auch sie zu einer muskulären
Entspannung führen, ebenso Biofeedback
(= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale).
Psychologisch
/ psychotherapeutische Interventionen
können beim ausgeprägten "psychosomatischen Schmerz" angezeigt sein, da auch
verdrängte Konflikte muskuläre Verspannungen und Schmerzen verstärken können.
Bei einem längerfristig bestehenden Vertebralsyndrom ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Aktualisiert: 20.02.06 k u
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